Die Freiwillige Feuerwehr


Hauptversammlung

Technische Hilfseinsätze steigen

Insgesamt wurde die Freiwillige Feuerwehr Kuchen zu 16 Einsätzen im Jahr 2011 gerufen, erläuterte Kommandant Uli Vetter an der Hauptversammlung der Feuerwehr am 16. April. Vor allem ist die Zahl der Wohnungsöffnungen überprportional angestiegen. Trotz der vergleichsweise "kleinen Einsatzzahl" ist die Kuchener Wehr dennoch bestens vorbereitet und kennt ihr Handwerk.

Zusätzlich zu den Übungsdiensten haben mehrere Feuerwehrmänner weitere Ausbildungen besucht. So konnte der Kommandant zehn Wehrleute in höhere Dienstgrade befördern. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Grundausbildung zum Truppmann Teil 1 wurden Manuel Bestle, Marco Demuth, Sascha Kohn und Patrik Götz zum Feuerwehrmann ernannt. Den Dienstgrad des Oberfeuerewehrmannes bekamen Dominik Taufer, Kevin Rösch, sowie Andreas Kristen verliehen. Neuer Hauptfeuerewehrmann in der Kuchener und Eislinger Feuerwehr wurde Achim Heuschneider. Uwe Hofer und Rainer Heuschneider wurden vom Oberlöschmeister zum Hauptlöschmeister befödert.


Manuel Bestle, Sascha Kohn, Patrik Götz und Marco Demuth


Andreas Kristen und Dominik Taufer


Rainer Heuschneider und Uwe Hofer

Trotz des guten Ausbildungsstandes und des Engagemant der 38 aktiven Feuerwehrleuten blickte Kommandant Vetter angesichts der vielen Austritte in den letzten Jahren mit Besorgnis in die Zukunft. Doch sein persönliches Ziel von 40 Wehrleuten bleibe weiterhin bestehen. Das Übernameprinzip aus der Jugendfeuerwehr funktioniert hervorragend, dieses Jahr sind noch zwei Übernahmen geplant. Jedoch ist das Kontigent aufgrund des Altersschnitts der Nachwuchsfeuerwehrler von 11-12 Jahren sehr jung, sodass in den nächsten Jahren eine "Durststrecke" an an Neuzügängen in der aktiven Wehr zu erwarten sei.



Kommandanten erneut bestätigt

Nachdem die Wahlen der Hauptversammlung vom 11. April für ungültig erklärt wurden, fand am 06. Juni eine außerordentliche Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kuchen statt. Grund hierfür war, dass sich im Wahlprozedere ein Formfehler eingeschlichen hatte. Die Altersabteilung, der „Zug 3“ wurde an der ersten Hauptversammlung in die Wahlen mit einbezogen, jedoch haben nach dem Feuerwehrgesetz des Landes Baden-Württemberg nur die aktiven Mitglieder einer Wehr ein Stimmrecht. Trotz des Wahlausschlusses waren die Männer des Zug 3 an der außerordentlichen Versammlung zahlreich anwesend und zeigten damit, dass sie auch ohne Wahlrecht zur Feuerwehr gehören.

Im ersten Wahlgang stand die Wahl der Kommandanten auf der Tagesordnung. Als bisheriger Amtsinhaber stellte sich Uli Vetter zur Wiederwahl und wurde von den Feuerwehrleuten bestätigt. Nach zahlreichen Jahren in der Kommandantschaft ließ sich Michael Rösch „um Platz für die künftige Genration zu schaffen“ nicht mehr aufstellen. Für ihn wurde Uwe Hofer als neues Gesicht und erster stellvertretender Kommandant in die Wehrleitung gewählt. Dieter Goll übernimmt die Funktion als zweiter Stellvertreter.

Von links: Uwe Hofer, Uli Vetter, Dieter Goll. Ausscheidender stellv. Kommandant Michael Rösch.

Mit Uli Vetter hat die Kuchener Wehr einen erfahrenen Feuerwehrmann an der Spitze. Jedoch wird diese Amtsperiode, nach eigenen Angaben des Kommandanten, seine letzte als Führungsperson der FFW Kuchen sein. Für seine Einsatzbereitschaft und das erbrachte Engagement in den letzten Jahrzehnten wurde er an der Delegiertenversammlung vom Kreisfeuerwehrtag in Bad Ditzenbach, mit dem silbernen Feuerwehrehrenkreuz des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Diese hochkarätige Auszeichnung setzt eine Dienstzeit von mindestens 25 Jahren voraus.

Der Feuerwehrausschuss wurde im zweiten Wahlgang gewählt. Hier gab es im Gegensatz zur Kommandantenwahl Änderung in der Besetzung.


Hauptversammlung 2010

Kommandant Uli Vetter eröffnete die Hauptversammlung am 12. April und konnte Bürgermeister Herr Rößner, von der Gemeindeverwaltung Frau Wietstock und zahlreiche Gemeinderäte begrüßen.

Nach dem Verlesen der Tagesordnung begann der Kommandant mit seinem Bericht zum vergangenen Jahr. Insgesamt musste die Feuerwehr zu 16 Einsätzen ausrücken, ein relativ ruhiges Jahr. Jedoch ist die Feuerwehr einsatz- und ausbildungstechnisch auf einem sehr guten Niveau. Das auch der Wohnhausbrand, der im letzten Jahr schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte, zeigte.

Durch die erfolgreiche Teilnahme an Lehrgängen und Ausbildungen konnten vier Kameraden mit dem nächst höheren Dienstgrad ausgezeichnet werden. Ralf Wagner erhielt eine karmesinrote Schwinge für den Grad des Feuerwehrmannes. Timo Martinez wurde vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann befördert. Frank Heuschneider und Uwe Hofer nahmen die Glückwünsche des Kommandanten für die Beförderung zum Oberlöschmeister entgegen.


von links: Kommandant Uli Vetter, Frank Heuschneider, Timo Martinez, Ralf Wagner und Uwe Hofer.

Bei der Jugendfeuerwehr gab es während des Berichtsjahres ein Führungswechsel. Björn Hofer legte sein Amt als Jugendwart nieder und sein bisheriger Stellvertreter Simon Kneer übernahm die Leitung der Jugendfeuerwehr. Sein neuer Stellvertreter ist Jochen Gorius. Momentan hat die Jugendfeuerwehr mit einem Mitgliederengpass zu kämpfen, dem soll jedoch durch einige Werbekampagnen im laufenden Jahr entgegengewirkt werden.

Auch der Fanfarenzug hat vor allem durch die demographische Entwicklung einen Mitgliedsmangel. Jedoch wird alles getan, um den Personalbestand von momentan 16 aktiven Spielleuten zu erhöhen.

Abschließend übernahm Bürgermeister Bernd Rößner die Entlastung der Feuerwehrkommandanten. Diese wurde einstimmig beschlossen. Mit den Gruß- und Dankesworten für die Bereitschaft im letzten Jahr wurde die diesjährige Hauptversammlung geschlossen.


Kameradschaftsabend 2009

Der Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Kuchen fand am 24. Oktober gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Gingen im evangelischen Gemeindehaus statt.

Als Ehrengäste begrüßte Kommandant Uli Vetter seinen Nachbarkommandanten aus Gingen Reinhold Schauer mit Gattin, sowie dessen Stellvertreter Frieder Honold ebenfalls mit Gattin. Stellvertretend für Verwaltung und Gemeinderat konnte Bürgermeister Bernd Rößner und Gemeinderätin Inge Heuschneider mit Gatte herzlich begrüßt werden. Den Ehrenkommandanten und Ehremitgliedern galt natürlich auch ein ganz besonderer Willkommensgruß.

Nach den Gruß- und Dankesworten wurde das warme Buffet, dass im Foyer des Gemeindehauses gereicht wurde, durch Uli Vetter eröffnet. Anschließend an das Essen wurde Ehrung zweier Kameraden musikalisch durch den Fanfarenzug umrahmt.

Für 25 Jahre Treue zur Freiwilligen Feuerwehr wurden Oliver Rösch und Jürgen Demuth geehrt. Als Dankeszeichen erhielten die Jubilare eine Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg sowie eine kleine Aufmerksamkeit. „Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen sich in ihrer Freizeit, neben Beruf und Familie, für andere Menschen einsetzten und wenn eine Alarmierung eingeht, alles stehen und liegen lassen, um zum Einsatz zu fahren", so der Bürgermeister.

Weitere Danksworte fand Kommandant Uli Vetter, der eine Ehrenurkunde der Freiwilligen Feuerwehr Kuchen und ein kleines Präsent übergab. Beide haben sehr wichtige Funktionen in der Feuerwehr, sie geben nach dem Umbau der Küche „ein Gesicht". Wir sind sehr froh, dass es Übungen auch ein Vesper und Getränke bereitstehen und bei gemütlichem Beisammensein verschiedene Unterhaltungen geführt werden können.

Des weiteren gibt im Fanfarenzug Jürgen Demuth schon seit mehreren Jahren den Ton an. Wenn sich donnerstags der Zug trifft, wird unter seiner Leitung geprobt. Denn Veranstaltungen wie zum Beispiel der Kreisfeuerwehrtag sind ohne musikalische Begleitung unvorstellbar.

Nach den Ehrungen begann der gemütliche Teil des Kameradschaftsabends. Unter Musikalische Umrahmung einer Italienischen Band konnte auch das Tanzbein bis in die frühen Morgenstunden geschwungen werden.




Neue Erfahrungen beim Übungswochenende in Stetten a. k. M. gesammelt

Ende September machten sich neun Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kuchen auf den Weg zum Truppenübungsplatz der Bundeswehr nach Stetten am kalten Markt. Dort wurde ein Wochenende organisiert, dass wie bei einer Berufsfeuerwehr abläuft. Es mussten verschiedene, vorher nicht bekennte Einsätze, gemeistert werden.

Schon in der ersten Nacht zu Samstag stand kaum Schlaf auf dem Programmzettel. Denn bereits kurz nach Einbruch der Dunkelheit wurde die Kuchener Mannschaft zu ihrem ersten Einsatz, einer Menschenrettung aus einem brennenden Gebäude, sowie Brandbekämpfung gerufen.

Kaum war dieser Einsatz erfolgreich bewältigt, kam schon der Folgeeinsatz der Leitstelle „Brand in Mehrfamilienhaus, Personen vermisst". Auch hier musste der Angriffstrupp unter Atemschutz in das stark verrauchte Gebäude zur Menschenrettung. Als die zwei Personen gefunden und gerettet wurden, konnte das Feuer mit einem Innenangriff unter Kontrolle gebracht werden.

Nach kurzer Ruhezeit ging es dann auch schon weiter, denn ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen erforderte schweres Gerät. Mit den hydraulischen Geräten Spreizer und Schere konnten die Türen des Fahrzeugs geöffnet werden. Zusätzlich musste auch eine Brandbereitstellung hergestellt werden, denn die ausgelaufenen Flüssigkeiten können sich eventuell entzünden. Dies war glücklicherweise nicht der Fall.

Am nächsten Morgen wurden im Brandhaus richtige Feuer gelöscht. Hier konnten neue Erfahrungen, die für den richtigen Einsatz benötigt werden, gesammelt werden. Diese galt es dann auch gleich abzurufen denn die Freiwillige Feuerwehr Neuffen benötigte Unterstützung. „Brand in einem Fabrikgebäude, vermutlich Personen im Gebäude". Gemeinsam wurde das Feuer bekämpft, währenddessen mehrere Trupps bereits die Personensuche gestartet hatten. Da das Objekt sehr groß und verwinkelt war, wurde zur Personensuche die Rettungshundestaffel nachgefordert. Die Hunde suchten die nicht vom Feuer betroffenen Gebäudeabschnitte nach Verletzten ab.

Nach diesem Einsatz gab es das verdiente Mittagessen, dass jedoch wegen einer Personen, die in einen Schacht gefallen war abgebrochen werden. Zur Rettung der Person war ein Trupp unter Atemschutz in den sehr engen Schacht hinuntersteigen. Dort gab es dann nur sehr wenig Platz um die Person wieder an das Tageslicht zu bringen, jedoch wurde auch dieser Einsatz mit Erfolg bewältigt.

Bei der anschließenden Abschluss-Großübung zeigten alle Wehren ihr Können. In einem Gebäude, dass von der Grüße und Grundriss einer kleinen Schule ähnelte, war ein Feuer ausgebrochen. Personen, die im ersten Stock von Rauch und Feuer eingeschlossen waren mussten über eine Schiebleiter gerettet werden. Mehrere Trupps suchten nach weiteren Personen im Gebäude, während von außen bereits die erste Brandbekämpfung gemacht wurde.

Am nächsten Morgen räumten alle Erschöpft, aber auch reicher an wichtigen Erfahrungen, Ihre Stuben und traten die Heimreise an. Trotz allen Strapazen war es ein tolles Wochenende und das nächste Übungswochenende wird schon freudig erwartet.




Hauptübung 2009 (Bilder am Ende des Artikels)

Als Kommandant Uli Vetter am 10. Oktober die einleiten Worte zur Hauptübung fand, rückten bereits die ersten Feuerwehrkräfte an. Ziel der Hauptübung was das Gasthaus Staubbach in der historischen Arbeitersiedlung.

Im ersten Stock des Gebäudes wurde der Brand durch ein defektes Elektrogerät ausgelöst. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand die Menschenrettung an aller erster Stelle. Die ersten Trupps wurden mit Atemschutzgeräten zur Erkundung in das stark verqualmte Innere des Gebäudes geschickt. Einigen Person gelang es, sich auf die Dachterrasse des Gebäudes zu retten. Mit Hilfe einer Steckleiter wurden sie aus ihrer misslichen Lage gerettet und zur weiteren Behandlung zu dem aufgebauten Sanitätsplatz gebracht.

Zur Unterstützung wurde die Freiwillige Feuerwehr Gingen angefordert. Während der Anfahrt von Gingen rüstete sich der Angriffstrupp bereits mit Atemschutz aus, um den Kuchener Kameraden nach der Suche von Verletzten zu helfen.

Parallel zur Menschenrettung musste das benachbarte Wohnhaus vor den Flammen bewahrt werden. Ein Riegelstellung zwischen die Häuser verhinderte ein Übergreifen. Mit weiteren B und C-Rohren wurde versucht, das Feuer zu bekämpfen. Dies erwies sich als sehr Effektiv, sodass das Feuer bald unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Die Kommandanten Uli Vetter und Reinhold Schauer (FFW Gingen) waren sich bei der Manöverkritik einig. Beide lobten die sehr gute Zusammenarbeit der beiden Wehren. "Auch im Ernstfall wäre dieser Einsatz gut gelaufen." so Schauer. Auch Bürgermeister Bernd Rößner betonte die Gute Zusammenarbeit der Wehren und bedankte sich für das Engagement der Feuerwehrleute.

Anschließend konnten beide Jugendfeuerwehren gemeinsam ihr Können unter Beweis stellen. Fast so routiniert wie die aktiven Feuerwehrleute wurde der Löschangriff aufgebaut. Auch diese Schauübung erntete viel Lob und wurde mit dem Applaus der Zuschauer belohnt.



Hauptversammlung 2009

Auf mehr als 450 Jahre Feuerwehrerfahrung blickten unsere neuen Ehremitglieder an der Hauptversammlung vom 20. April zurück. Denn der Feuerwehrausschuss und der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, alle Mitglieder, die bereits seit 50 Jahren, oder länger, ihren Dienst bei der Feuerwehr getan haben, eine Ehremitgliedschaft für die erbrachte Leistung und Treue auszusprechen. Die Ehremitgliedschaft erhielten Eduard Adam, Kurt Goll, Georg Hagmayer, Rolf Schmid, Erwin Schöll, Fritz Teichgräber, Gottfried Tippl und Karl Wagner. Das bisherige Ehrenmitglied Karl Riethmüller wurde zum Ehrenkommandanten ernannt.

Gemeinsam überbrachten Kommandant Uli Vetter und Bürgermeister Bernd Rößner die Glückwünsche und dankten den Kameraden, dass sie immer "zur Stange" gehalten haben.

Das Jahr 2008 war einsatztechnisch ein ruhiges Jahr, dies kann sich jedoch schlagartig ändern. Jedoch ist die Freiwillige Feuerwehr Kuchen mit einem sehr guten Ausbildungsstand der Feuerwehrleute für die Zukunft gewappnet, dies bestätigten auch die zahlreichen Beförderungen. Aufgrund langjähriger Zugehörigkeit und der erfolgreichen Teilnahme an Lehrgängen wurden die Kameraden Tobias Buchsteiner, Michael Jäger, Torsten Kuhlmann, Sebastian Reichart, Kevin Rösch, Dominik Taufer und Andreas Kristen zum Feuerwehrmann befördert.

Vom Oberfeuerwehrmann zum Hauptfeuerwehrmann wurden Karl Hetzler, Günther Hommel und Uwe Lövesz befördert.

Kamerad Simon Kneer wurde vom Hauptfeuerwehrmann zum Löschmeister befördert und bekam das Dienstgradabzeichen mit einer karmesinroten Schwinge, sowie einem Silberrand verliehen.

Auch der Bürgermeister sprach seinen Dank aus, denn heutzutage ist es besonders wichtig, dass es Menschen gibt, auf die man zählen kann und die neben dem Beruf jede Minute bereit sind, Brände oder andere Katastrophen abzuwenden.

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